Von systemkonformen Systemkritikern und in Wahrheit verpackten Lügen.

Relativierung von Tatsachen. Opfer und Täter sind gleich. Obama und Putin und das arme syrische Kind.

Sachliche, in die Tiefe gehende Analysen? Wozu? man kann doch einfach alles in einen Topf werfen. Das Ergebnis wird schon in etwa die Realität abbilden. Haufen Arbeit gespart.

Dass die Amis für das Leid der Syrer (und zahlreicher anderer Völker) verantwortlich sind ist jedem alternativ politisch Interessierten klar. Doch auf welcher Grundlage kann man Russland zum Täter machen? Die angeführten Argumente sind stets allgemeiner Natur (Russland wäre ja auch imperialistisch) oder kommen aus dem Munde des State Departments.

Das Kind auf dem Bild wird völlig aus dem geopolitischen Kontext herausgerissen und repräsentativ für Syrien in die Mitte der geopolitischen Player gesetzt. Als ob Putin, genauso viel zu diesem Konflikt beigetragen hätte und genau dieselben Energie- und geopolitischen Ziele (Kontrolle über fremde Territorien und Ressourcen ohne Rücksicht auf Menschen und Umwelt) verfolgen würde wie die USA.

Mit dieser vorgegaukelter Selbstkritik können die vermeintlich alternativen Hirne wunderbar im Interesse der NATO/USA benutzt  und der Feind diffamiert werden. Die Lüge wird in Wahrheit verpackt, womit sie eines größeren Aufwandes bedarf, um entlarvt zu werden.

“Alternative” Kreise, die eh schon antiamerikanisch sind, verbreiten bezüglich der USA  nichts Neues mit solchen Bildern und Desinfos. Die antirussische, erlogene Komponente jedoch, erfüllt ihren Zweck: Opfer (Syrische Regierung, unterstützt von Russland) und Täter (USA, EU, ISIS) werden auf eine Stufe gestellt und damit die Schuld für den Konflikt auf mehrere Schultern verteilt. Während die USA dank der fast 100%-igen Kontrolle der westlichen Mainstream-Medien jede “Last” auf ihren Schultern austragen könnten, ist die Gefahr, dass ihre geopolitischen Feinde durch solche Desinfos in die Knie gezwungen werden, sehr real. Solche Kampagnen hatten ja in den letzten Jahren schon oft genug ihr Ziel erreicht (Georgien, Serbien, zwei mal in der Ukraine, Libyen, Ägypten) .

Solche Bilder zielen ausschließlich auf emotional und nicht rational gesteuerte Individuen. Denn rational lässt sich ein solcher Vorwurf in keiner Weise aufrecht erhalten:  die russische Armee ist in Syrien auf die Einladung des nach internationalem Recht legitimen Präsidenten Syriens aktiv, um das Land vor den durch den Westen gezüchteten und finanzierten Terroristen und Separatisten zu schützen. Basta. Russland bzw. Assad eine Schuld in diesem Konflikt zu zuschieben ist ungefähre dasselbe, wie Stalin für die knapp 30 Mio Toten in der Sowjetunion, die durch deutsche Hand ums Leben kamen mitverantwortlich zu machen, weil er so erbittert Widerstand geleistet hat und die Sowjetunion nicht einfach der Herrenrasse überließ.

Diese pauschale Unterstellung ignoriert daher gänzlich die objektive, chronologische Entwicklung des Krieges und entzieht sich einer auf Ethik basierenden Beurteilung des Konflikts.

Natürlich handelt Russland auch aus eigenem Kalkül und nicht nur auf Basis ethischer und humanistischer Prinzipien. Doch geht es bei dem Kalkül der Russen nicht um Transportwege und Bodenschätze, sondern darum den von den Amis aufgebaut “islamischen” Staat in Keimzelle ersticken zu lassen, bevor sie ihre Positionen stärken und ihre Aktivitäten auf ehemalige, islamische Sowjetrepubliken sowie auf Russland (Aserbaidschan, Turkmenistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kirgistan, Kasachstan, Tschetschenien, Dagestan, Tatarstan)  ausweiten. Es geht für Russland um eigene Existenz, die in den letzten 100 Jahren schon mehrmals durch den Westen in Frage gestellt wurde.

Auch war Syrien schon seit über 50 Jahren Russlands Verbündeter und handelt Russland daher nicht opportunistisch.

Auch das auf dem Spiel stehende Image, der beiden Big Player in diesem Konflikt, unterscheidet sich gänzlich: für die USA gilt es den Status des Ton angebenden Imperialisten aufrechtzuerhalten und damit den Dollar zu stützen, da militärische und wirtschaftliche Gewalt der USA die einzigen überzeugenden Argumente sind, die Welt in den Dollar zu investieren zu zwingen. Für Russland geht es dagegen darum zu beweisen, dass Russland entgegengesetzt der Herrenrasse-Propaganda ein verlässlicher Partner ist und sich nicht verbiegen lässt, auch wenn dadurch für Russland Verluste entstehen.

Vermeintliche Systemkritiker die solche NATO-Propaganda teilen enttarnen sich daher als systemkonforme Idioten, die mangels tiefergehender Kenntnisse und angesichts der Komplexität der Thematik  kapitulieren und pauschale Aussagen tätigen, denen nach die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegen würde und ja jeder Dreck am Steck hätte. Es ist einfacher sich mit dem System zu arrangieren als umfassend zu recherchieren.

Gib deinen Senf dazu!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.