Unglaublich: FSB-(ehemals KGB)-Akademie-Absolventen veranstalten „Geländewagen-Parade“ in Moskau

Die Parade bestand aus 30 Geländewagen im Wert von jeweils mindestens 100.000€. Es stellt sich nicht nur die Frage wo sie das Geld dafür mit ihren Anfang 20 her hatten sondern auch, was denen auf der Akademie beigebracht worden ist, wenn sie sich als zukünftige Geheimdienstarbeiter gleich selbst enttarnen.

Ein weiterer Beispiel, wozu die „Liberalisierung“ der 90er geführt hat und dass die Elite (egal welchen Landes) stets voller inkompetenter Mitläufer ist. Wo waren z.B. die mehreren Millionen Mitglieder der kommunistischen Partei der Sowjetunion als die Sowjetunion illegal trotz eines prosowjetischen Referendums aufgelöst wurde? Die sind alle zunächst in die Partei Jelzin’s übergesiedelt um Slogans des „Freien Marktes“ zu skandieren. Und seit 2001 machen sie sich in Putins Partei „Einiges Russland“ breit und skandieren dort „Крым наш!“ („Krim gehört uns!“) und anschließend, wenn keiner hinschaut, plündern sie die Staatskasse. Und wenn Putin wieder gehen sollte, werden sie sich jeden Anstrich geben, welches grade im Trend ist.

Dass, die Teilnehmer der „Parade“ in verantwortungsvolle Positionen kommen, darf bezweifelt werden (FSB hat offiziell interne Ermittlungen eingeleitet). Doch stellt sich die Frage, wie diese Bonzen-Kinder überhaupt einen Abschluss an der Akademie machen konnten und was dort ausser des Einkommens der Eltern die Bewerber an Eigenschaften mitbringen müssen.

Laut einer Anwältin, hätte man die „Parade“-Teilnehmer zur Sowjetzeiten wegen Landesverrat angeklagt. Heute erwartet sie jedoch höchstens eine Kündigung aus den Sicherheitsstrukturen.

2 Kommentare:

  1. Ich verstehe das Aufsehen nicht. Natürlich handelt es sich bei dem Staat Russland – um einen kapitalistischen Staat – und demzufolge ist auch der Geheimdienst mit dem KGB der UdSSR nicht mehr vergleichbar. Auch ist es ohneweiteres im Rahmen der Realität, dass dort heute überwiegend Jugendliche aus GUTBETUCHTEN Familien eine Rolle spielen – da das eher als Hobby oder Abenteuer ansehen – nicht aber als einen Staatsdienst mit besonderer Bedeutung.

    Was soll also diese Aufregung – was sind 3.000.000 für Geländewagen – gegen die Milliarden, die dem Volk durch Perestroika geraubt wurden – es ist der tausenste Teil von 3 Mrd. und so viel kann man für die eigenen Sprößlinge schon mal locker machen – in einem Land, wo der Reichtum explodierte – gemeinsam mit den Siten, mit den Einstellungen, mit dem Lebenswandel der Oligarchen.
    Übrigens trotzdem nie vergessen – bei uns werden Oligarchen als Wirtschafts-Eliten bezeichnet

    1. Naja, mag sein, dass das System an sich kapitalistisch ist, doch gibt sich Putin ja als ein UdSSR-Nostalgiker und war er selbst langjähriger KGB-Offizier und KGB-Chef. Auch ist sein Umfeld mit einem Haufen vernünftiger Leute besetzt. Von daher überrascht mich so ein Dreck. Für einen durchschnittlichen west-europäischen Bürger mag so’n geschmackloses elitäres Getue ins Bild passen, aber nicht für mich. Es geht nicht ums Geld, sondern darum, dass solche inkompetente Idioten in Sicherheitsstrukturen rein kommen können.

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