Geopolitisches Puzzle – nur ein Gedanke zum Putsch in der Türkei und seiner Einordnung in die Geopolitik

Beziehungen zwischen Türkei und Russland nach Flugzeug-Abschuss

Bürgerinitiative für Frieden in der Ukraine:
„Der hinterhältige Abschuss des unbewaffneten russischen Kampfjet SU-24 Ende 2015 an der syrischen Grenze: Die US-kontrollierten türkischen Medien haben die beiden türkischen Piloten praktisch geschlossen sofort als „Helden“ gefeiert – und von Beginn an Russland medienwirksam die Schuld gegeben.
Davutoglu (wohl pro-US-Lobby) hatte als Premier den Medien sofort öffentlich recht gegeben, und eine aalglatte Steilvorlage geliefert, die Erdogan in Bredouille brachte. Davutoglu und türkische Medien nahmen Erdogan somit sofort den Platz zum innen- und außenpolitischen Manövrieren, da Erdogan schließlich keine „Helden“ beschuldigen kann ohne innenpolitisch und medial als anti-türkisch diffamiert zu werden. Dazu wohl auch Desinformationen seitens seiner Militärberater, die er nun nach dem Putsch festnehmen und Davutoglu als Premier kurz vor dem Putsch absetzen ließ.
Weil aber Putin und Russland sehr besonnen reagierten und es zu keinem blutigen Konflikt zwischen Russland und Türkei kam, was alle geopolitischen Akteure wie USA erwarteten – bekam Erdogan somit von Putin wieder innenpolitischen Handlungsspielraum und nahm seinen Gegnern diesen Platz, wie z.B. den besagten Putschisten, wie es sich heute herausstellt.
Ein Engel ist Erdogan ja trotzdem nicht. Entweder wußte er von den Details der Vorgänge nicht richtig bescheid – wurde also vorsätzlich desinformiert, oder er hat seinen Laden einfach nicht im Griff, daher auch der bewaffnete Putsch von der US-Lobby in Reihen des türkischen Militärs.
Putin und Russland geht es nur darum so lange wie nur möglich eine offene, blutige und US-gewollte Konfrontation mit Europa & Nato aus dem Weg zu gehen. Das wiederum nimmt den USA ihren Spielraum in Europa & EU. Ihren Spielraum in der Türkei scheinen sie ja gerade so gut wie verspielt zu haben. Nur darum geht es Russland und Wladimir Putin. Das ist eben Geopolitik und das muntere Spiel „wer überlebt am längsten“.
Und jetzt nach dem bewaffneten Putsch-Versuch kommt die „Katze“ aus dem Sack: Die beiden verantwortlichen türkischen Piloten, die 2015 den unbewaffneten russischen Kampfjet hinterrücks an der syrischen Grenze abgeschossen und so einen möglichen Krieg mit Russland provoziert hatten, wurden nun auf Erdogans Befehl verhaftet.
Erst vorgestern sprach der Bürgermeister Ankaras davon, dass diese beiden Piloten zu der Gruppe der Putschisten gehörten und diesmal Ziele in Ankara bombardiert hatten.
Neben Dutzenden Generälen – vorallem der türkischen Luftwaffe, wurden auch die beiden Chef-Kommandeure der türkischen NATO-Stützpunkte in Incirlik und Konya verhaftet – wo u.a. auch US-Truppen und die deutsche Bundeswehr stationiert sind. Der Chef-Kommandeuer von Incirlik versuchte in die USA zu fliehen, und fragte u.a. in der US-Botschaft um Asyl. Kurz darauf kam die Verhaftung. Von der NATO-Airbase Incirlik kamen die Kampfjets, die Ankara während des Putschs bombardierten – und von Konya starteten die türkischen Kampfhubschrauber, die das Hotel in Marmaris bombardierten, in dem Erdogan auf Kurzurlaub war.
War der Abschuss des russischen Kampfjets bereits eine gezielte Provokation und Verschwörung der Putschisten gegen Erdogan, um ihn samt der Türkei in einen blutigen und hoffnungslosen Krieg gegen Russland zu drängen?“

2 Kommentare:

    1. Also ich entnehme deinem Kommentar eine Ablehnung der Thesen im Artikel. Dem kann ich jedoch anhand eines Satzes (ohne einen einzigen Substantiv) wohl kaum was entgegnen, außer festzustellen dass du wohl der Glaubensgemeinschaft von „Erdogan hat’s selbst gemacht“-Verschwörungstheoretikern anhängst und durch diesen Artikel dich wohl in deinen „religiösen“ Gefühlen verletzt fühlst.

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