Niederländischer Außenminister tritt zurück wegen Lüge über Putins angebliche Expansionspläne

Der niederländische Außenminister, Halbe Zijlstra, gestand gestern überraschend, gelogen zu haben, als er behauptete mit Putin 2006 ein Gespräch geführt zu haben und von ihm über Expansionspläne gen Ukraine, Weißrussland, Kasachstan und Baltikum (Groß-Russland) erfahren zu haben. Dieses Gespräch gab es nie. Nun tritt er, zwei Tage vor seinem ersten Besuch als Außenminister in Moskau, deshalb zurück.

Bemerkenswert wie „neutral“ sich die Springer-Fresse & Co (Spiegel, Welt, Zeit, Focus etc) bei dieser Nachrichtenmeldung geben. Es gibt keinerlei emotionale Kommentare hierzu und auch keine Infragestellung der gesamten westlichen Putin-Hysterie. Stattdessen erinnert Die Welt zum Schluß des Artikels an die „Aggression“ Russlands in der Ukraine seit 2014.

Alle zitieren unkommentiert die niederländische Regierung, der nach die Lüge des Ministers eigentlich völlig Wurst ist und die Glaubwürdigkeit des Ministers nicht in Frage stellt, „weil die Russen sehr gut wissen, dass der Inhalt stimmt“.

Auch bemerkenswert, dass Zeit, Focus, Welt, n-tv und Spiegel von ein und derselben Quelle Teile ihres Textes einfach copy und pasten. Die folgende Passage findet sich bei allen 5 Artikeln unverändert:

„Ministerpräsident Mark Rutte sprach von einem „großen Fehler“ des Ministers. Seine Glaubwürdigkeit sei aber nicht beschädigt. Der Vorfall habe auch keine Folgen für die Beziehungen zu Russland. „Weil die Russen sehr gut wissen, dass der Inhalt stimmt.“ Im politischen Denken der Moskauer Führung unter Putin zählen die ehemaligen Sowjetrepubliken an der russischen Westgrenze zum Einflussgebiet Russlands. In der Ukraine hat Russland 2014 mit der Annexion der Halbinsel Krim und dem Eingreifen im Osten des Landes versucht, eine Annäherung Kiews an die Europäische Union zu verhindern.“

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