Hajo Seppelt – zweifelhafter Anführer der „Antidoping-Koalition“.

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Hört, hört! Der Russe kommt! Die ewige Gefahr aus dem Osten.

Armes Deutschland. An Geld fehlt es hier zwar nicht. Doch dafür an unvoreingenommener Berichterstattung. Ich konnte heute (am 11. Juni) keinen einzigen objektiven Beitrag in den „Qualitätsmedien“ über das an das Dritte Reich erinnernde Verhalten des deutschen „Qualitäts“-„Journalisten“, Hajo Seppelt, sichten. Wer nicht auf dem Laufenden sein sollte, hier das kurze Video über das Ereignis:

Habe mir knapp 10 Artikel diesbezüglich angetan (siehe Links weiter unten). Spiegel hat bisher dazu gar nichts geschrieben und die FAZ hat’s mal wieder unter Feuilleton veröffentlicht! Und dabei auch noch die aus dem Video ersichtlichen Fakten völlig auf den Kopf gestellt („Russlands Staatsfernsehen verfolgt ARD-Doping-Experten Hajo Seppelt“).

In jedem einzelnen der Artikel, die ich gelesen habe, wird Seppelt in Schutz genommen und eine chronologische Nacherzählung des Interviews unterlassen. Die Autoren verspotten die russische Sichtweise (der nach der Westen Märchen erfinden würde, um Russland gezielt zu schaden) als Verschwörungstheorie, um dann im selben Atemzug eine Verschwörungstheorie aufzustellen, der nach der russische Staat es auf den ehrenwerten arischen „Qualitätsjournalisten“ abgesehen hat und deshalb die „Kampfkröte“ auf ihn angesetzt hätte. Die Leser werden einfach für dumm verkauft. Vielleicht sind sie es aber auch.

Lediglich in ein paar dieser Artikel wird erwähnt, dass Seppelt die russische Reporterin als dumm beleidigte. Nachdem Seppelt die Frage, ob er den für seine Arbeiten geschmiert werde, gestellt bekommt, beginnt er merklich gereizt zu antworten. Auch die mehrmals gestellte Frage nach Beweisen für seine Behauptungen in seinen Reportagen scheint ihn besonders zu nerven und weist er mit „habe ich nicht im Hotel“ ab. Als die Reporterin versucht ihm zu zeigen, dass er in seinen Arbeiten von irgendwelchen Beweisen spricht und deshalb in ihren Unterlagen nach seinen Zitaten sucht und ihm versucht zu erklären, dass dieser Punkt für sie ganz wichtig sei, lenkt er das Thema genervt von sich auf die Reporterin und belehrt sie, in klassischer Herrenrasse-Manier, wie sie als Journalistin zu arbeiten hätte und wem sie sich verpflichtet fühlen müsse. Seiner Meinung nach dürfe sie als Journalistin sich nicht ihrem Land verpflichtet fühlen und müsse unabhängig sein (als Journalistin eines staatlichen Senders 😉 ). Auf sich scheint er diese Ratschläge jedoch nicht zu beziehen, so wie es halt für westliche professionelle Propagandisten auch üblich ist: Wein trinken, Wasser prädigen.

Doch auch in diesen wenigen Artikel (ca. zwei von 10), die seine Beleidigungen und Tätlichkeiten erwähnen, wird nicht erwähnt dass er sie mehrmals als dumm beleidigt und dass er das russische Team sogar im Treppenhaus des Hotels angegriffen hat, was aus dem Video klar ersichtlich ist. Man erinnere sich nur an die angeblichen Belästigungen und Vergewaltigungen durch Ausländer in der Silvesternacht in Köln – was für ein gewaltiger Aufschrei in den Medien war die Folge! Und nun wird deutscher „Qualitätsjournalist“ gegenüber einer russischen Reporterin vor laufender Kamera handgreiflich und was machen dieselben Medien? Die übersehen und rechtfertigen das lieber indem sie darauf hinweisen, dass Seppelt verboten hat zu filmen und dass die Reporterin ja selbst schuld wäre, weil sie ja „idiotische“ und „provokative“ Fragen gestellt hätte. Dabei wird von der Goebbels-Maschinerie nur eine einzige „provokative“ Frage konkret benannt und zwar die Frage, ob er sich schmieren lassen würde. Warum diese Frage an einen deutschen „Qualitätsjournalisten“ provokativ sein soll, während man der russischen Staatsführung dieselbe stellen darf, macht sich keines der hier verlinkten „Qualitätsmedien“ die Mühe zu beantworten. Als ob arische Autoren per se nicht käuflich wären.

Und anstatt dem Seppelt für sein offensichtlich unprofessionelles Verhalten eins auf den Deckel zu geben und ihn fristlos zu kündigen, werden durch WDR gegen russisches Fernsehen nun rechtliche Schritte unternommen und das Interview als widerrechtlich bezeichnet.

Also ich jedenfalls kann mir den Typen (ebenso wie zahlreiche seiner Kollegen) wunderbar in einer SS-Uniform bzw. als einen Kolonialherren vorstellen, der nach links und rechts „unterentwickelte“, „barbarische“ (= „antidemokratische“, „homophobe“ und theistesche) Völker mordet. Ich bin mir sicher, dass genau solche prinzipienlose, ignorante, arrogante Menschen die Säule des Dritten Reiches bildeten.

Auch, dass er bewusst und gegen Bares Desinfo betreibt kann ich mir wunderbar vorstellen, wenn ich sehe wie er sich aus der Fassung bringen lässt. Offensichtlich hat die Reporterin die richtigen Fragen gestellt.

Darauf dass er im Auftrag seines korrupten Staates (WDR = Staats-Massenmedium) bzw. dessen Herrchen in Washington handelt und sich nicht nach denselben Standards richtet – die er der russischen Kollegin auf die sanfte „preußische“ Art beibringen wollte – deutet sein merkwürdiger Fokus auf Russland und dass Russland aufgrund seiner „Enthüllungen“ nun von den olympischen Spielen ausgeschlossen werden soll. Obwohl er ein langjähriger „Dopingexperte“ sein soll, bin ich vor 3 Jahren bei meinen Recherchen zum Thema „Doping in der BRD“ auf ihn komischerweise nicht gestoßen. Damals sind in den Medien gehäuft Berichte aufgetaucht, denen nach Deutschland jahrzehntelang systematisch staatlich geförderten Doping betrieben haben soll. Dies unterstellte nicht einfach irgendein russischer Journalist, sondern eine Gruppe von Wissenschaftlern der Berliner Humboldt-Uni. Die Ergebnisse der Humboldt-Studie sind sensationell und es lohnt sich dazu meine Hausarbeit und die dazugehörigen Links zu diesem Thema anzuschauen (damals habe ich Sportwissenschaften studiert).

Wenn also die Deutschen so stark danach begehren irgendjemanden aufgrund von aufgedeckten Doping-Kartellen irgendwo ausschließen zu wollen, dann sollte man auf jeden Fall bei Deutschland anfangen. Seppelt jedoch trat damals, als das Zwischenergebnis der HU-Uni publik wurde, komischerweise nicht als Fahnenträger der Antidoping-Koalition auf und sind seine Arbeiten nicht in der Top 10 des Google-Keyword-Rankings gelandet, gab es keine Talk-Shows mit ihm bei Maischberger. Ganz im Gegenteil: hier versucht er die Studienergebnisse klein zu reden und spricht er auch komischerweise nicht von „Merkels Minister“, so wie er es in seinen Reportagen beim russischen Sport-Minister macht („Putins Minister“). Zwar bestreitet er die Vorwürfe der HU-Forschungsgruppe nicht (hätte er das gemacht, hätte er sich damit definitiv ins Aus geschoßen, bei der Schwere der Vorwürfe an die deutschen Sport-Organisationen), doch scheint er im Interview eher apathisch und gleichgültig zu sein, nach dem Motto: „was soll man schon machen“. Doch das Geilste ist: anstatt aus gegebenem Anlass die Geschehnisse im eigenen Land sachgerecht zu beurteilen – verharmlost er die Studienergebnisse und fordert auch keine krasse Konsequenzen für die verantwortlichen Sport-Funktionäre und Politiker, greift aber im selben Atemzug Russland schon damals an: „In diesen Ländern (Anm.: Russland und Indien) scheint die Mentalität der Manipulation besonders stark zu sein.“ Dabei verweist er auf die zunehmenden Überführungen der Doper und meint dass deshalb der Sport sauberer wird, weil man sich ja mehr bemüht. LOL. Wenn die meisten der überführten Doper aus Ländern, wie Russland, China, Indien, Iran und anderen geopolitischen Feinden/Konkurrenten der USA und Europas stammen, dann hat dieser Überführungsaktivismus einen Scheiß was mit Doping-Bekämpfung zu tun, sondern lediglich mit Konkurrenten-Beseitigung!

Lange Rede, kurzer Sinn: Seppelt ist (ob bewusst oder unbewusst, sei dahin gestellt) ein Agent des US- und EU-Imperialismus und der von ihm bzw. seinen Auftraggebern initiierter Aufschrei um das Doping in Russland dient ausschließlich der Aufrechterhaltung der antirussischen Stimmung im Westen, die (so hoffen es zumindest die Hintermänner/-frauen) auf Russland überschwappen und Putin zum Rücktritt zwingen sollen. Es geht nicht um Sport und auch nicht um Ethik. Sondern nur um globale Macht und astronomische Profite einzelner Personen/Familien.

Im Leistungssport findet nur ein Teil des Wettkampfs auf dem Sportplatz statt. Auch im Labor wird gekämpft. Wenn man was dagegen ernsthaft unternehmen möchte, sollte man zunächst bei sich selbst anfangen.

Die besagten Artikel:

http://www.focus.de/kultur/videos/weil-sie-dumm-sind-russische-journalistin-treibt-ard-mann-zur-weissglut-und-fuehrt-ihn-im-fernsehen-vor_id_5620525.html

http://www.sueddeutsche.de/politik/diskussion-um-doping-vorwuerfe-ein-lehrstueck-russischer-propaganda-1.3029260

http://www.fr-online.de/medien/dopingexperte-seppelt-legt-sich-mit-russischem-tv-team-an,1473342,34349936.html

http://www.deutschlandfunk.de/doping-experte-seppelt-propagandistisch-ausgeschlachtet.761.de.html?dram:article_id=356942

http://www.rp-online.de/sport/andere/hajo-seppelt-geraet-mit-russischen-journalisten-aneinander-aid-1.6040376

http://www.mopo.de/sport/sportmix/nach-provokation-ard-dopingexperte-wirft-russische-reporterin-raus-24209660

http://www.badische-zeitung.de/sportpolitik/wdr-prueft-rechtliche-schritte-gegen-russischen-sender–123003006.html

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